Schonvermögen-Rechner 2026
Wie viel Vermögen bleibt beim Grundsicherungsgeld (bis Juni 2026: Bürgergeld) anrechnungsfrei? Der Rechner zeigt Ihren Vermögensfreibetrag — nach Karenzzeit-Regeln und nach der Neuregelung ab dem 1. Juli 2026.
Ihre Angaben
Freibetrag je Person: unter 30 → 5.000 €, ab 30 → 10.000 €, ab 40 → 12.500 €, ab 50 → 20.000 € (§ 12 SGB II).
Ihr Schonvermögen
Schonvermögen beim Grundsicherungsgeld 2026
Als Schonvermögen bezeichnet man das Vermögen, das beim Grundsicherungsgeld (bis Juni 2026: Bürgergeld) anrechnungsfrei bleibt. Nur in Bewilligungszeiträumen, die vor dem 1. Juli 2026 begonnen haben, gelten bis zu deren Ende noch die alten Karenzzeit-Regeln: 40.000 € für die antragstellende Person plus 15.000 € für jede weitere Person, danach 15.000 € pro Person.
Mit der neuen Grundsicherung seit dem 1. Juli 2026 entfällt die Karenzzeit. Stattdessen gelten altersgestaffelte Freibeträge je Person: unter 30 Jahren 5.000 €, ab 30 Jahren 10.000 €, ab 40 Jahren 12.500 € und ab 50 Jahren 20.000 €. Ein angemessenes selbstgenutztes Eigenheim, ein angemessenes Auto und Altersvorsorgevermögen (z. B. Riester) bleiben zusätzlich geschützt. Die Höhe Ihres Bürgergeldes berechnen Sie im Bürgergeld-Rechner.
Dieser Rechner liefert eine Orientierung. Über die Anrechnung im Einzelfall entscheidet das zuständige Jobcenter.
Häufige Fragen zum Schonvermögen
Wie viel Schonvermögen gilt beim Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld)?
Was ändert sich ab dem 1. Juli 2026?
Zählt das selbstgenutzte Eigenheim zum Vermögen?
Was passiert, wenn mein Vermögen über dem Freibetrag liegt?
Ratgeber
Schonvermögen 2026: Freibeträge beim Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld)
Seit dem 1. Juli 2026 hängt das Schonvermögen vom Alter ab: Je Person bleiben 5.000 € (unter 30 Jahren), 10.000 € (30–39), 12.500 € (40–49) oder 20.000 € (ab 50) anrechnungsfrei (§ 12 SGB II). Die frühere Karenzzeit mit 40.000 € für die antragstellende Person und 15.000 € je weiterer Person gilt nur noch bis zum Ende von Bewilligungszeiträumen, die vor dem 1. Juli 2026 begonnen haben.
Die wichtigsten Werte auf einen Blick
- Unter 30 / 30 bis 39 Jahre
- 5.000 € / 10.000 €
- 40 bis 49 / ab 50 Jahren
- 12.500 € / 20.000 €
- Selbstgenutztes Eigenheim
- geschützt
- Alte Regel (laufende Fälle): Karenzzeit
- 40.000 € + 15.000 € je weitere Person
- Alte Regel: nach der Karenzzeit
- 15.000 € pro Person
- Rechtsgrundlage
- § 12 SGB II, BGBl. 2026 I Nr. 107
Altersgestaffelte Freibeträge seit 1. Juli 2026 (§ 12 Abs. 2 SGB II; neue Stufe ab dem jeweiligen Geburtstagsmonat)
| Alter | Freibetrag je Person | Paar, beide in dieser Stufe |
|---|---|---|
| unter 30 Jahren | 5.000 € | 10.000 € |
| 30 bis 39 Jahre | 10.000 € | 20.000 € |
| 40 bis 49 Jahre | 12.500 € | 25.000 € |
| ab 50 Jahren | 20.000 € | 40.000 € |
Wer sich zum Stichtag bereits in einem laufenden Bewilligungszeitraum befindet, behält bis zu dessen Ende die bisherigen Regeln mit Karenzzeit.
So wird gerechnet — Schritt für Schritt
- 1Verwertbares Vermögen zusammenstellen
Bargeld, Konten, Sparguthaben, Wertpapiere und Rückkaufswerte von Versicherungen — alles, was kurzfristig zu Geld gemacht werden kann.
- 2Geschütztes Vermögen aussondern
Ein angemessenes selbstgenutztes Haus oder eine Eigentumswohnung, ein angemessenes Auto und Vermögen zur Altersvorsorge bleiben außen vor.
- 3Freibetrag bestimmen
Bei laufenden Fällen nach Karenzzeit und Personenzahl, bei Neuanträgen ab dem 1. Juli 2026 nach dem Alter jeder Person.
- 4Differenz bilden
Was über dem Freibetrag liegt, muss zuerst für den Lebensunterhalt eingesetzt werden, bevor ein Leistungsanspruch entsteht.
Was die Reform zum 1. Juli 2026 ändert
Bislang war der entscheidende Faktor die Zeit: Im ersten Bezugsjahr galt ein hoher Karenzbetrag von 40.000 €, danach fiel er auf 15.000 € pro Person. Für Neuanträge ab dem 1. Juli 2026 wird das Alter zum entscheidenden Faktor — von 5.000 € bei unter 30-Jährigen bis 20.000 € ab dem 50. Geburtstag.
Die Logik dahinter ist nachvollziehbar: Wer länger gearbeitet hat, soll mehr Erspartes behalten dürfen. Für jüngere Antragstellende bedeutet die Umstellung allerdings eine deutliche Verschlechterung gegenüber der bisherigen Karenzzeit.
Was gar nicht erst mitzählt
Ein angemessenes selbstgenutztes Eigenheim oder eine Eigentumswohnung bleiben geschützt, ebenso ein angemessenes Auto und Vermögen, das erkennbar der Altersvorsorge dient — dazu zählen insbesondere Riester-Verträge und Ansprüche aus der betrieblichen Altersvorsorge. Diese Positionen müssen also nicht aufgelöst werden.
Bei der Angemessenheit von Haus und Auto kommt es auf die Umstände an — Haushaltsgröße, Wohnfläche, Verkehrswert.
Vermögen und Einkommen sind zwei getrennte Prüfungen
Das Schonvermögen entscheidet nur darüber, ob überhaupt ein Anspruch besteht. Wie hoch er ausfällt, richtet sich anschließend nach dem laufenden Einkommen, für das eigene Freibeträge gelten — nachzurechnen im Bürgergeld-Rechner.
Ein Minijob bleibt dabei teilweise anrechnungsfrei: Die ersten 100 € bleiben vollständig frei, darüber gestaffelt weitere Anteile. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, fällt nicht unter das Bürgergeld, sondern unter die Grundsicherung im Alter.
§ 12 SGB II · § 12 Abs. 1 SGB II n. F. (ab 1.7.2026) · Rechenwerte Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026/2027. Stand: 23. Oktober 2026. Keine Steuerberatung.
