Gehaltserhöhung Netto-Rechner
Wie viel von Ihrer Gehaltserhöhung kommt nach Steuern und Sozialabgaben tatsächlich netto an? Der Rechner zeigt Ihren Grenzsteuersatz.
Ihre Angaben
Das bleibt von der Erhöhung
Von der Bruttoerhöhung bleiben 56 % netto übrig — das sind 2.006,33 € mehr pro Jahr.
Gehaltserhöhung netto: Der Grenzsteuersatz entscheidet
Eine Gehaltserhöhung wird immer mit dem persönlichen Grenzsteuersatz besteuert — dem Steuersatz auf den letzten verdienten Euro. Weil dieser höher ist als der Durchschnittssteuersatz, kommt von einer Bruttoerhöhung netto spürbar weniger an. Zusätzlich fallen Sozialabgaben an, solange die Beitragsbemessungsgrenzen nicht überschritten sind.
Trotzdem lohnt sich jede Erhöhung: Ihr Nettoeinkommen steigt dauerhaft, und höhere Bruttobezüge erhöhen auch Ihre Ansprüche auf Renten- und Arbeitslosengeld. Nutzen Sie ergänzend den Gehaltsrechner oder den Netto-zu-Brutto-Rechner für die Gehaltsverhandlung.
Häufige Fragen zur Gehaltserhöhung
Wie viel von der Gehaltserhöhung bleibt netto übrig?
Warum bleibt so wenig von der Gehaltserhöhung übrig?
Lohnt sich eine Gehaltserhöhung trotzdem?
Kann eine Gehaltserhöhung sich negativ auswirken?
Ratgeber
Gehaltserhöhung netto berechnen: Was von der Erhöhung wirklich ankommt
Von einer Bruttogehaltserhöhung bleiben 2026 je nach Einkommen zwischen gut 40 und rund 60 Prozent netto übrig. Ausschlaggebend ist der Grenzsteuersatz — der Steuersatz auf den zuletzt verdienten Euro — zuzüglich 21,15 Prozent Arbeitnehmer-Sozialabgaben, solange die Beitragsbemessungsgrenzen noch nicht erreicht sind.
Die wichtigsten Werte auf einen Blick
- Sozialabgaben Arbeitnehmer (bis BBG)
- 21,15 %
- Grundfreibetrag 2026
- 12.348 €
- Spitzensteuersatz 42 % ab zvE
- 69.878 €
- BBG Kranken-/Pflegeversicherung
- 5.812,50 € / Monat
- BBG Renten-/Arbeitslosenversicherung
- 8.450 € / Monat
- Soli-Freigrenze (Einzelveranlagung)
- 20.350 € ESt
Beispiel: 200 € mehr brutto im Monat (Steuerklasse 1, 2026)
| Brutto / Monat | Netto vorher | Netto nachher | Netto-Plus | davon behalten |
|---|---|---|---|---|
| 2.000 € | 1.484 € | 1.603 € | +119 € | 59 % |
| 3.000 € | 2.067 € | 2.181 € | +114 € | 57 % |
| 4.000 € | 2.625 € | 2.733 € | +108 € | 54 % |
| 5.000 € | 3.157 € | 3.260 € | +103 € | 52 % |
| 6.000 € | 3.677 € | 3.789 € | +112 € | 56 % |
| 8.000 € | 4.732 € | 4.821 € | +89 € | 44 % |
Berechnet mit der Steuerformel nach § 32a EStG, Steuerklasse 1, ohne Kirchensteuer, mit Kinderlosenzuschlag in der Pflegeversicherung und dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 %.
So wird gerechnet — Schritt für Schritt
- 1Netto vor der Erhöhung ermitteln
Aus dem bisherigen Bruttomonatsgehalt werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer und die vier Sozialversicherungsbeiträge abgezogen.
- 2Netto nach der Erhöhung ermitteln
Dieselbe Rechnung noch einmal — diesmal mit dem erhöhten Bruttogehalt. Weil der Steuertarif progressiv verläuft, steigt die Steuerlast überproportional.
- 3Differenz bilden
Die Differenz beider Nettobeträge ist das, was tatsächlich mehr auf dem Konto landet. Der Anteil am Bruttoplus ist die Quote, die im Rechner als Behaltensquote ausgewiesen wird.
- 4Beitragsbemessungsgrenzen prüfen
Oberhalb von 5.812,50 € beziehungsweise 8.450 € brutto im Monat fallen auf den übersteigenden Teil keine weiteren Sozialabgaben an — die Behaltensquote steigt dort wieder spürbar an.
Warum der Grenzsteuersatz und nicht der Durchschnittssteuersatz zählt
Der deutsche Einkommensteuertarif ist ein Progressionstarif: Jeder zusätzlich verdiente Euro wird höher besteuert als der vorherige. Wer 3.000 € brutto verdient, zahlt im Durchschnitt vielleicht 15 Prozent Steuern — auf die Erhöhung fallen aber bereits deutlich über 25 Prozent an. Genau diese Differenz erklärt das verbreitete Gefühl, von einer Gehaltserhöhung komme nichts an.
Ein zweiter, oft übersehener Punkt: Die Erhöhung wird zusätzlich mit den vollen Sozialabgaben belastet, solange die Beitragsbemessungsgrenzen nicht überschritten sind. Erst oberhalb dieser Grenzen kehrt sich der Effekt um — dort steigt die Behaltensquote sprunghaft, weil Renten- und Arbeitslosenversicherung nicht weiter mitwachsen.
Gehaltsverhandlung: brutto fordern, netto rechnen
Für eine Verhandlung ist die interessantere Frage meist die umgekehrte: Welches Brutto brauche ich, damit ein bestimmter Nettobetrag herauskommt? Diese Richtung rechnet der Netto-zu-Brutto-Rechner, der die Steuerformel iterativ auflöst.
Lohnend ist außerdem der Blick auf Gehaltsbestandteile, die nicht dem vollen Steuer- und Abgabenzugriff unterliegen. Eine betriebliche Altersvorsorge per Entgeltumwandlung ist bis 676 € monatlich steuerfrei und bis 338 € sozialabgabenfrei; ein Firmenwagen wird nach der 1-%-Regelung bewertet. Beides verschiebt das Verhältnis von Bruttoaufwand zu Nettonutzen oft deutlich günstiger als eine reine Gehaltserhöhung.
Wer die Erhöhung als Einmalzahlung erhält, rechnet mit dem Bonus-Steuerrechner; wird sie rückwirkend gezahlt, lohnt sich zusätzlich der Blick auf die Steuerrückerstattung.
Was die höhere Bruttozahl sonst noch bewirkt
Die Behaltensquote ist nicht der ganze Nutzen einer Erhöhung. Ein höheres Bruttoentgelt erhöht die Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung und damit die spätere Rente — nachrechnen lässt sich das im Rentenpunkte-Rechner. Ebenso steigen die Bemessungsgrundlagen für Arbeitslosengeld, Krankengeld und Elterngeld.
Für die vollständige Aufschlüsselung aller Abzüge auf das neue Gehalt eignet sich der Brutto-Netto-Rechner 2026; die Werte für das kommende Jahr zeigt die Vorschau auf 2027.
§ 32a EStG · § 3 SolZG · SGB IV/V/VI/XI · Rechenwerte Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026/2027. Stand: 23. Oktober 2026. Keine Steuerberatung.
